NAMIBIA 2025
Zum dritten Mal nun zieht es uns nach Namibia. Wir reisen Mitte Dezember 2025 ab und bleiben bis zum 6. Jänner. Zu dieser Zeit ist Hochsommer in Namibia, aber auch
Regenzeit. Eine komplett andere Jahreszeit wie bei den bisherigen beiden Reisen also. Auch sind wir zum ersten Mal überhaupt über Weihnachten nicht zuhause, sondern geniessen diese besinnlichen
Tage bei hochsommerlichen Temperaturen. Noch ein Novum: wir bleiben diese 3 Wochen stationär in Windhoek. Wir haben uns in der Omatako Garden Lodge einquartiert, welches am Stadtrand
liegt.
Natürlich werden wir einige Ausflüge machen. Auch eine Kurzreise über ca 3 Tage nach Swakopmund mit einem Leihauto haben wir geplant. Wir sind schon gespannt wie uns
diese komplett andere Art des Urlaub machens gefallen wird!
(blau markierte Wörter im Text einfach anklicken für mehr Infos)

Tag 1, 12. Dez. Anreise
Am Freitag den 12. Dezember fuhren wir kurz vor 16 Uhr mit dem Auto Richtung Flughafen München los. Gute 2,5 Stunden später waren wir im bereits vorab gebuchten Parkhaus angekommen. Um ca 20 Uhr ging der lange 10-stündige Flug Richtung Windhoek ab.

Tag 2, 13.Dez. ankommen in Windhoek
Um 8:15 Uhr landeten wir in Windhoek. Namibia empfing uns mit gemütlichen 25 Grad. Mehr als eine Stunde standen wir am Zoll. Es ging da alles sehr schleppend. Nicht nur des Visas wegen, welches Namibia erst in diesem Jahr zwingend eingeführt hat. Aber auch diese Zeit ertrugen wir mit Geduld, wir waren ja im Urlaub.
Auf Tipp unserer Gastgebern Jana, hatte Walter vorab schon einen Shuttle-Dienst vom Flughafen nach Windhoek organisiert. Der Shuttle Dienst hieß "Bonsai-Shuttle" und das Auto machten dem Namen alle Ehre: es war ein kleiner Renault Twingo. Um halb 11 kamen wir in der Wohnung an. Sie lag in einem äußeren Bezirk der Stadt, welches Klein-Windhoek genannt wird. Wir wurden sehr herzlich von den Vermietern - der Familie Jana+Johan Slabbert mit ihren kleinen Kindern Thomas, Katharina und Hund Bossi - empfangen. Die Wohnung war vor den Vormietern noch nicht ganz fertig gereinigt, also mussten wir noch warten. Unsere Wohnung befindet sich direkt auf dem Grundstück der Familie Slabbert, als eigenständiges Gebäude. Es hat 2 Schlafzimmer, WC+Badzimmer, eine Wohnküche und ein großer Vorplatz, der über eine Schiebtüre vom Wohnzimmer aus erreichbar ist. Johan sagte uns, dass sie in 3 Tagen in Urlaub nach Südafrika fahren würden, und wir daher alleine sein werden.

Tag 3, 14.Dez. sich in der Wohnung einrichten
Diesen Tag - es war ein Sonntag - nutzten wir, uns etwas einzurichten. Wir deckten uns mit Lebensmittel vom nahen Supermarkt ein und machten uns Gedanken, was wir in den nächsten Tagen tun wollen. Es war uns von Anfang an klar, dass wir nicht 3 Wochen faulzenen wollen, sondern auch einige Ausflüge unternhemen möchten. So buchten wir für den nächsten Tag einen Trip in das Naankuse Camp. Gegen Abend gingen wir in das nahegelegene uns schon von den vorigen Reisen her bekannte Joes Beerhouse.

Tag 4, 15.Dez. Fütterungstour im Naankuse Camp
Am Morgen bestellen wir den schon bekannten Bonsai-Shuttle, denn wir mussten zu einem Treffpunkt in die City fahren. Von dort ging es mit dem Auto in das ca 50km entfernte Naankuse Camp. Auf dieser Vormittag-Safari wurden wir mit einem Jeep zunächst zu einer Herde Paviane (Baboons) gefahren und bekamen deren Lebensweise erklärt.
Weiter ging es zu einem eingezäunten Bereich mit mit 3 Geparden, später zu 2 Leoparden und am Schluss zu Löwen. Alle 3 Katzen wurden vor unseren Augen gefüttert.
Vor allem die Löwenfütterung war äußerst eindrücklich: mit lauten Knurren kamen sie aus dem Gebüsch und zeigten uns somit wer der König der Tiere im Busch ist. Das Löwenmännchen kam immer wieder mit Gebrüll an den Zaun her gerannt. Das sind schon imposante Tiere, mit ihrer Schulterhöhe von geschätzten 1,20 Meter.
Tag 5, 16.Dez. nix tun
Relaxen war heute angesagt. Dinge wie Einkaufen, Buch lesen, im Internet surfen, Fotos vom letzten Ausflug sichten und ins Netz stellen, aber auch weitere Ausflüge checken, standen auf der Tagesordnung.
Ein lekker (=Afrikaans) Abendessen kochen und Brot backen stand heute auf dem Programm.

Tag 6, 17.Dez. - wieder im Naankuse Camp
Wir haben eine Elefantensafari im Naankuse-Camp gebucht. Auf Grund eines Fehlers des Veranstalter kam sie nicht zustande, sondern wir machten eine 2,5-stündige
Safari durch das riesige Gelände des Camps*, was sich als Glücksfall herausstellen sollte.
*.. das Camp ist 100.000 Hektar groß, also ca 1000km² (im Vergleich dazu Vorarlberg mit 2500km²).
Angelina Jolie unterstützt dieses Camp. Sie hat auch die 3 Geparden des Camps "adoptiert".
Schon die Fahrt mit dem Jeep durch die wunderschöne Landschaft genossen wir. Es ist immer wieder aufregend, mit offenen Augen und Ohren durch die Steppe zu fahren und nach Tieren Ausschau zu halten.

Es dauerte nicht lange, da enteckten wir auch schon Nashörner. Es war eine Mutter mit ihrem Baby. Sie sehen nicht so gut, hören jedoch umso besser. Deshalb mussten wir ganz leise sein, um sie nicht zu erschrecken. Wir stiegen sogar aus dem Fahrzeug und gingen zu Fuß auf die Nashörner zu. Unserem Guide Gebhard konnten wir voll vertrauen, wir sind sicher sofern wir uns still verhalten, machte er uns klar.. Die zwei imposanten großen Tiere waren faszinierend. Wir machten Fotos und Videos und trauten uns allerdings dabei kaum zu atmen.

Ein paar Meter weiter, sahen wir zwei weitere Nashörner - ein Liebespaar am Wasserloch. Auch diesmal verhielten wir uns ganz ruhig, damit wir diesen einmaligen Anblick noch eine Weile genießen konnten. Etwas nervös entfernte sich das Weibchen ein paar Meter. Das Männchen war von unserer Anwesenheit jedoch völlig unbeeindruckt und näherte sich dem Wasserloch. Es patschte hinein, nahm fröhlich ein Bad und wälzte sich vergnügt. Sein korpulenter Körper erlaubte es ihm allerdings nicht, sich ganz auf den Rücken zu drehen. Die Auserwählte näherte sich indessen auch dem Wasser wieder. Wir wussten, wären die beiden kein Liebespaar, dann würde das weibliche Nashorn das Männchen nicht so nahe an sich heranlassen.

Bald darauf kreuzten zwei Teenager-Elefanten unsere Pirsch. Gebhard erzählte uns, dass jugendliche Elefanten etwas unberechenbar sind und auch eher agressiv sein können. Trotzdem ist er recht nahe zu ihnen hingefahren. Einer der beiden Jungs ist dann auch schnell mit mächtigem Gehabe auf uns zu gerannt. Gebhard war darauf vorbereitet, hatte schon den Rückwärtsgang drinnen. Wir rollten langsam zurück und ließen die beiden in ihrem Reich zurück - schließlich ist es IHR Revier.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon sehr zufrieden und glücklich darüber, so tolle Eindrücke in der Tierwelt erlebt haben zu dürfen. Zu unserem Glück entdeckten wir
beim Zurückfahren leicht versteckt eine Löwin unter einem Busch. Sie hatte wohl vor wenigen Stunden ein junges Zebra gefangen und machte sich genüsslich über ihren Fang her. Unser Guide meinte,
die Katze würde keine unnötige Energie verschwenden, aus dem Versteck kommen und uns bedrohen. Auf Grund der leckeren Beute, würde sich das für sie nicht rentieren. Wie schlau! Darum wurden
wir weitestgehend ignoriert (bei abgestelltem Motor). Die Königin der Savanne schleckte erst die Beute genüsslich ab und fing dann an zu fressen. Ein unglaublich faszinierender Anblick nur ein
paar Meter entfernt von uns.
Überwältigt von diesen tollen Eindrücken kehrten wir wieder zurück in unser Cottage. Am Abend genossen wir zarte Steaks von Oryx, Eland und Kudu im "Roof of Africa", einem Restaurant in unserer Nähe.
Tag 7+8, Eindrücke verarbeiten - City besuchen
Nach diesem aufregenden Tag im Naankuse Camp haben wir unsere wundervollen Erlebnisse auf zahlreichen Bildern und Videos noch einmal angeschaut und genossen
dabei die Afrikanische Wärme um die 30 Grad auf unserer Terasse im Schatten unter Palmen. Karin kochte einen Afrikanischen Eintopf (Stew) welches uns wunderbar schmeckte.
Am nächsten Tag gingen wir in die 3km entfernte City, schauten uns einige Geschäfte und das afrikanische Treiben in der Stadt an. Wir haben auch ein paar typisch Namibische Nussanhänger bei einem Straßenkünstler gekauft. Durstig kehrten wir in unsere Unterkunft zurück und freuten uns über einen gut gefüllten Kühlschrank.

Tag 9, 20 Dez. - geführte Stadtrundfahrt mit Terence
Für heute buchten wir eine Statdrundfahrt mit einem coolen alten Jeep (Land Rover Defender Baujahr 1967) und einem lustigen Guide mit dem Namen Terence. Er gehört zum Stamm der Herero und hat in nur eineinhalb Jahren Deutsch gelernt, um diese Tour auch auf Deutsch anbieten zu können. Der lustige Terence führte uns durch die City und erklärte die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt. Er erzählte dabei auch gerne von sich, seinem Leben und seiner Herkunft. Am Stadtrand befindet sich das Wohnviertel Katutura (= übersetzt "da wo wir nicht leben wollen"). Dieser Bezirk stammt noch aus der Apartheid-Zeit, als sich die Weißen strikt von den Schwarzen abtrennten (klickt auf das blau markierte Wort um mehr dazu zu erfahren) Die Menschen besitzen nicht viel, haben jedoch einen guten Zusammenhalt und unterstützen sich gegenseitig. Einen großen Fleischmarkt mitten drin haben wir auch besucht, mit einer Kostprobe von frisch gegrilltem Fleisch (1 Portion kostet umgerechnet 65 Cent).
Danach haben wir die hügelige Stadt von oben betrachtet. Die Fahrt mit dem Oldtimer steil aufwärts auf einen der Hügel war sehr abenteuerlich. Zum Abschluß besuchten wir noch die Tante von Terence, die auch in Katatura wohnt (wie er auch). Es war eine Wellblechhütte, bestehend aus zwei Räumen, vielleicht 20m², ohne WC und fliessend Wasser. So wohnen alle Leute in Katatura. "Das ist Afrika!", meinte Terence und erklärte weiter "wir sind zwar arm hier, aber glücklich!"

Tag 10 - 12, 21. - 23. Dez. - relaxen, Wärme genießen, durch die Stadt bummeln
Zeit, davon gibt es in Afrika viel! Uns so ging es uns auch und wir beschlossen deshalb, noch einmal (zweimal) in die Stadt zu laufen. Mit einem gemütlichen Schritt dauert der Spaziergang ca. 45 Minuten. Wir sind unterwegs auf einen Hügel gelaufen und genossen den Weitblick von oben auf die Stadt. Auf dem Weg hat Karin wunderschöne Blumen, Pflanzen und blühende Bäume fotografiert. In der Stadt schauten wir wieder Geschäfte und Leute an und tranken Amarula-Latte. Zurück ging es mit dem Taxi, wir hatten schon genug Schritte in der heißen Sonne zurück gelegt. Die Taxis hier hupen einen an, wenn es noch freie Plätze im Auto hat. Wer mitfahren möchte, hebt einfach kurz den Finger und schon bleibt es stehen. Die Strecke von "Klein-Windhoek" - wo sich unsere Wohnung befindet - bis in die City kostet ca. € 1,30 pro Person. Der erste Taxifahrer nutzte uns ahnungslose Touristen aus und verlangte für unsere erste Fahrt € 10,- die wir ihm auch gaben.

Tag 13, 24. Dez. - Ein ganz besonderer Weihnachtstag, wie wir ihn noch nie hatten
Nach dem Aufstehen eine kurze Hose, ein T-Shirt anziehen und barfuß in den Garten sitzen, wie die letzten Tage auch. Das hatten wir um die Weihnachtszeit noch nie! Mario packte seine Drohne aus und wir machten mit ihr tolle Familienfotos. Karin zog das Afrikanischen Kleid an, welches sie zuvor in der Stadt auf dem Markt kaufte, Mario schlüpfte in den extra mitgenommenen Weihnachtspullover (natürlich von Rammstein - musste ihn aber gleich nach dem Shooting wieder ausziehen, zu heiß!) und Walter trug seine Safarihose.
Wir hatten großen Spaß, haben ein paar Bilder zu einem Film zusammen geschnitten und freuten uns, die sommerlichen Fotos an unsere Familie und Freunde zu schicken.
Am Abend speisten wir gemütlich in Joe's Beerhouse im Gastgarten, ein ganz besonderes Lokal mit toller Kulisse.
Tag 14, 25. Dez. - Christtag auf Afrikanisch
Auch dieser heiße Tag startete mit einem lekker Frühstück und gestaltete sich gemütlich. Walter genoss es in einem dicken Buch zu lesen (schon das Dritte!), Karin schrieb ein paar Texte für die Homepage und Mario schaute ein paar Videos an. Am Nachmittag machten wir einen Video-Anruf nach Hause, der diesmal auch gut funktionierte. Schon erstaunlich, dass das heute so möglich ist, schließlich sind wir 7815 km von daheim entfernt!! Danach machten wir uns uns auf den Weg zum Restaurant "The Roof of Africa"

Tag 15, 26. Dez. - Leihauto abholen
Für die nächsten Tage haben wir ein Leihauto reserviert. Pünktlich um 10:00 Uhr trafen wir uns mit Oswin dem Auto-Vermieter. Fast ohne Formalitäten, denn lediglich ein Papier musste unterschrieben werden. Führerschein oder einen sonstigen Ausweis erwartete er von uns nicht, aber ein Foto machte er noch von uns. Das war alles. Das ist auch Afrika! Nach drei Kreuzungen hatte Walter sich auch wieder an den Linksverkehr gewöhnt. Mit dem Toyota wollen einen Ausflug nach Swakopmund machen. Wir nutzten die Möglichkeit unser Essen aus dem Supermarkt, sowie Wasser (15l) und andere Getränke diesesmal bequem zu unserem Cottage zu fahren. Den Abend genossen wir in der Terrassenbar "Thule" mit einem tollen Blick auf Klein-Windhoek, ehe wir uns final zu einem Absacker in unsere Lieblingsbar Joes Beerhouse begaben.

Tag 16, 27. Dez. - Ausflug nach Swakopmund, Sandwich Harbour Tour
Früh am Morgen um 7:00 Uhr ging es los, wir wollten den Tag in diesem besonderen Städtchen voll auskosten. Swakopmund liegt an der Westküste von Namibia, direkt am Südatlantik und gehört zur Region Erongo. Der Ort ist in den heißen Sommermonaten sehr beliebt, weil die Temperaturen durch den kalten Benguelastrom niedriger ist, als im restlichen südlichen Afrika. Diese Meeresströmung wird aus den antarktischen Gewässern gespeist, deshalb ist auch das Wasser nie über 20 Grad warm. Für den Nachmittag machten wir die "Sandwich Harbour Tour", eine atemberaubende Fahrt zu einem der Naturwunder Namibias. Die Fahrt mit einem Allrad-Auto und Guide "Dawie" ging zwischen den hoch aufragenden Dünen der Namibwüste und dem wilden Atlantik entlang. Dabei entdeckten wir Lagunen, rosarote Salzseen, sowie Flamingos, Pelikane und andere Vogelarten. Mit dem Auto ging es über einige der höchsten Sanddünen Namibias. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, besonders als es steil bergab ging. Die Aussicht von den hohen Dünen war wunderschön.

Tag 17, 28. Dez. - Katamaranfahrt Walvis Bay und Quad-Tour
Um 8:30 mussten wir den Katamaran in der Walfisch Bay, ca 38km entfernt, erreichen. Bei diesem wundervollen Ausflug hofften wir die Big
5 des Meeres zu entdecken: Wale, Delfine, Mola Mola (= Sonnen- oder Mondfisch), Lederschildkröten und Robben. Gleich nachdem wir das Boot bestiegen haben, sind wir
von zwei Pelikanen freundlich begrüßt worden. Die großen Vögel (wenn sie sich voll ausrichten, sicher 1,50 Meter hoch) waren überhaupt nicht scheu, landeten mehrmals neben und zwischen
uns. Es war schon beeindruckend diese Tiere so nah zu sehen! Kaum losgefahren sprang auch schon eine Robbe zu uns aufs Boot. Allerdings verschwand sie recht schnell wieder mit einem Kopfsprung im
Meer. Während der windigen Fahrt erklärte uns Schiffsguide Ernst viel Wissenswertes über die Tierwelt im Meer. Nach einer Weile trafen wir auf eine Sandinsel die von den Robben bewohnt
ist. Schon von weitem war ihr Grölen zu hören. Auch geruchstechnisch waren die Tiere nicht zu verpassen. Im Wasser tummelten sich unzählige Robben und am Strand sonnten sich tausende Mütter
mit ihren Babys.
Wale sind um diese Jahreszeit (Sommer) eher nicht zu sehen; auch die Schildkröten und Mondfische ließen sich nicht blicken.

Quad-Tour
Am Nachmittag hatten wir großen Spaß beim Quad-Biking. Die Fahrt ging durch die nahezu ausgetrocknete Swakop-River Flussmündung in den Dünengürtel. Es ging auf und ab über die Dünen. Unser Guide hieß Mario - Super Mario stand auf seinem Funkgerät. Er wollte, dass Karin ihm als erstes folgt und dann die Männer. Er dachte sicher - vielleicht auch aus Erfahrung - dass Frauen vorsichtiger und langsamer sind, doch da hat er nicht mit Karin gerechnet! Walter machte gegen Ende der Fahrt einen ungewollten Abstecher ins "Gebüsch". Irgendetwas hartes traf seinen Reifen und Walter riss den Lenker zur Seite. Super Mario bemerkte es nicht, weil wir schon fast am Ziel und wieder deutlich langsamer gewesen sind. Walter fand dann von alleine wieder in die Spur und rauschte uns anderen nach. Diesen lustigen Ausflug würden wir sofort wieder machen.

Tag 18, 29. Dez. - Living Desert Tour, Rückfahrt nach Windhoek
An diesem Vormittag erkundeten wir die Küstendünen der Namib Wüste und machten uns auf die Suche nach den kleinen Lebewesen, die in dieser Wüste leben, wie zum Beispiel Geckos, sandtauchende Eidechsen, Schlangen, Chamäleons, Spinnen, Skorpione, Tok-Tookie-Käfer....Diese kleinen Wüstenbewohner haben sich an die besonderen Bedingungen der Wüste angepasst, so dass ein Überleben möglich ist. Gleich zu Beginn entdeckten wir ein Chamäleon und Chris erklärte uns die Besonderheiten von diesem interessanten Tier. Bald darauf sahen wir ein Gecko mit zwei Eier im Bauch, die man aufgrund der fast durchsichtigen Haut gut erkennen konnte. Eine kleine Blindschleiche hat Chris ebenfalls aufgespürt. Sobald sie Kontakt mit dem Sand hat, vergräbt sich sie sich in Sekundenbruchteilen und ist weg. Barfuß durch die Wüste laufen war kein Problem, wir mussten uns nicht wegen Skorpionen sorgen, da sie nachtaktiv sind. Zum Schluß sind wir auf die höchten Dünen gefahren und konnten auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die riesige Dünenlandschaft bewundern. Die Namib-Wüst zieht sich hier fast 1000 Kilometer runter bis nahe Kapstadt. Die Tour war ein fantastisches Erlebnis. Danach machten wir uns mit sandigen Füßen wieder auf den Weg nach Windhoek.

Tag 19, 30.Dez. - Erlebnisse verarbeiten
Heute war Bilder sichten angesagt. Wir schnitten ein paar zu kleinen Filmchen zusammen, posteten welche für Familie + Freunde. Auch den Kühlschrank auffüllen war notwendig. Am Abend gab es Chakalaka-Würste und Maiskolben vom Grill mit Kartoffelwedges.

Tag 20, 31. Dez. - Stadtbummel und Auto buchen
Der Tag begann wolkig und kühl (21 Grad), genau richtig um noch einmal in die Stadt zu fahren. Mario und Karin planten ein Zebra-Fell zu kaufen und Walter fuhr zum
Autovermieter und buchte ein Auto für unseren nächsten Ausflug. Auch deckten wir uns mit Steak und Wein ein für den bevorstehenden Silvesterabend ein. Den Nachmittag genossen wir bei angenehmen
28 Grad. Am Abend genossen wir noch ein paar Cocktails in unserer Stammbar Joes Beerhouse, wo wir auch gleich mit einem herzlichen "welcome back" begrüßt worden sind.
Wie wir mitbekommen haben, wurde es um Mitternacht nicht allzu laut.

Tag 21, 1. Jän. - relaxen
Diesen besonderen Jahresbeginn im heißen Namibia genossen wir in unserem gemütlichen Cottage mit kalten Getränken, lesen, hompage schreiben,....morgen geht unsere Reise nach Otjiwarongo zum Cheetah Conservation Fund.

Tag 22, 2. Jän. - Cheetah Conservation Fund
Heute Morgen ging die Reise los ins benachbarte Otjiwarongo. Nach 250 km kamen wir beim Cheetah Conservation Fund (CCF) an. Das ist eine 1990 gegründete Umweltschutzorganisation, die sich dem Schutz der Geparden verschrieben hat. Das Forschungs- und Bildungszetrum hat den Fokus auf die Rettung der Geparden gelegt, die Forschung der Tiere und Schutz vor deren Ausrottung, sowie ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier. Die Geparden kommen zum CCF wenn sie verletzt oder als verweistes Jungtier gefunden werden. In dieser Auffangstation werden die Tiere medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Die verweisten Babys konnten das Verhalten und jagen in der Wildnis nicht mehr richtig lernen, das versuchen die Rangers ihnen so gut wie möglich beizubringen. Eine Auswilderung ist dennoch meistens nicht mehr möglich und so leben die wunderschönen Großkatzen in einem abgegrenzten Gebiet von ca 60.000 ha. Die Besucher haben die Möglich den Mietzis recht nahe zu kommen. Gleich zu Beginn fand eine Fütterung statt, bei der wir zuschauen konnten. Anschließend sind wir mit einem Geländewagen in das Reich der Geparden gefahren und konnten drei der schönen Katzen betrachten. Geparden schnurren wunderbar laut und zwar beim ein- und ausatmen - der schönste Sound der Welt!!

Tag 23, 3. Jän. - Cheetah Run
Nach einer Nacht im "Out Of Africa" in Otjiwarongo fuhren wir um 6:45 Uhr wieder los zum CCF um beim "Cheetah Run" zuzuschauen. Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt und hauptsächlich in Afrika, ganz besonders in Namibia verbreitet. Damit die Katzen trotz Fütterung das jagen und sprinten nicht verlernen, werden sie zwei mal pro Woche dazu animiert. Bei diesem Schauspiel konnten wir heute hautnah dabei sein. Ein Gepard kann bis zu 120km/h schnell rennen, jedoch nur für ca. 300 Meter. Danach ist sein Puls bei 200! Diese Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 150 cm, hinzu kommen 70 cm Schwanz. Die Schulterhöhe beträgt 80 cm. Trotz dieser stattlichen Größe bringt er es nur auf ein Gewicht von 60 kg - fantastische Tiere und ein wunderschönes Erlebnis! Übrigens, ein Gepard schläft 18-20 Stunden am Tag - Katze eben! Auf der Fahrt hatten wir wieder Spaß mit der Drohne und machten tolle Landschaftsbilder und Videos.

Tag 24, 4. Jän. - einkaufen, Fotos und Videos genießen
Glücklich wieder in unserem Cottage haben wir uns mit ein paar wenigen Lebensmittel eingedeckt und genossen den bisher wärmsten Tag mit 33 Grad. Ein wunderschöner Sonnenuntergang mit einem kühlen Getränk in luftiger Höhe war genau das richtige, um den Tag ausklingen zu lassen.

Tag 26, 5. Jän. - den Vögeln lauschen, Wärme genießen
Unglaublich wie die Zeit verging und unsere lange schöne Reise ging bald zu Ende. Wie jeden Morgen erfreuten wir uns über das wunderbare Vogelgezwitscher mit für uns ungewohnten Lauten wie zum Beispiel der Gesang vom "Bäh-Vogel". Eine gefräßige Raupe haben wir beim Fressen gefilmt - genug Zeit dafür hatten wir ja. Wir genossen wie immer die Wärme, vorallem mit dem Wissen, dass es zuhause fast 40 Grad weniger hatte! An unserem letzten Abend besuchten wir unser Stammlokal "Joes Beerhouse" und schlemmerten ein feines Abendessen ohne dass Karin danach das Geschirr abspülen musste!
