Italia ACT 2025


auf dem Stilfser Joch, Blick Richtung Prad
auf dem Stilfser Joch, Blick Richtung Prad

Tag 1 - Treffpunkt in Bozen

ACT Italy (ACT = Adventure Country Tracks)  ist eine Reise in den zentralen Teil des italienischen Apennins, vom Dorf Bertinoro auf den Romagnole-Hügeln bis hin zu den Küsten der wilden Abruzzen, in 5 Etappen über 1160 km auf Abenteuerstraßen, ca 50% davon geschottert.

Ich treffe meine Freunde Thorsten und Fido am Mittwoch den 9. Juli in Bozen. Auf der Anfahrt dahin, fahre ich über den schneebedeckten Flüelapass (2353m) bei knackigen 2°, Ofenpass 2149m, Umbrailpass 2501m und das Stilfser Joch 2758m. Den Abend verbringen wir gemütlich in der Bozner Altstadt. Gefahren bin ich heute 299km

 

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Quelle: ACT Italien 2025 auszugsweise

 

Ravenna, einst römische Kaiserstadt und auch Papstsitz
Ravenna, einst römische Kaiserstadt und auch Papstsitz

Tag 2 - Anfahrt zum ACT

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung San Marino. Wir fahren auf kleinen Straßen über Verona, Ferrara (eine tolle Stadt) zu unserem Abendstopp in Ravenna.

Die ganzen 350 Kilometer seit Bozen ist es ziemlich warm. In Ravenna stoppen wir bei durchgeschwitzten 30°.

Ab Morgen geht das Abenteuer los: Bertinore ist der Einstieg in den ACT. Wir sind schon ganz gespannt was uns erwartet.

 

Tag 3 - Der erste Offroad-Tag!

220km

Die Abfahrt von Bertinoro bietet einen wunderbaren Blick auf die Adriaküste und schmale Asphaltstraßen, die uns nach wenigen Kilometern auf die schnellen Schotterstraßen des Savio-Tals bringen. Wir durchqueren dichte Wälder und Straßen auf der Spitze sanfter Hügel, bis wir direkt nach Süden in die Berge des Apennins gelangen.

Panoramen, die sich plötzlich öffnen, und gepflasterte Straßen prägen diesen ersten Reisetag.

Es gibt auch Passagen durch typische Dörfer in Mittelitalien. Der Boden der Straße ist im Allgemeinen sehr gut, wir brauchen aber eine Weile, bis wir uns wieder an den losen Untergrund gewöhnt haben.

Einen kleinen Sturz habe ich auch schon eingebaut: Bei ca 30km/h ist mir das Vorderrad weggerutscht und ich lag da. Aber nix passiert.

Am Abend erreichen wir Citta di Castello. Ein typisches kleines Städtchen mit einer Mauer herum.

Zwei Maschinen haben kleine Wehwechen: Thorsten hat sich eine Schraube eingefahren. Innert einer halben Stunde war das Malheur aber repariert. Bei mir leckt leicht der Stoßdämpfer vorne.


Wir übernachten in einer toll hergerichteten Burg.

 

das war ein heftiger Sturz: Fido hat mein Motorrad dann hochgefahren
das war ein heftiger Sturz: Fido hat mein Motorrad dann hochgefahren

Tag 4 - Monte Nerone und Monte Cartria

260km

Monte Nerone und Monte Cartria: die beiden Gipfel der Etappe! Nachdem wir die Wälder oberhalb von Citta di Castello durchquert haben, steigt der Weg schnell über 1000 Meter in die Höhe und wir erreichen den Monte Nerone (1500m), von dem aus wir einen herrlichen Blick über den zentralen Apennin haben.

Die gestrige Fahrt steckt uns noch etwas in den Knochen, aber das nehmen wir bei dieser herrlichen Tour natürlich in kauf.

Die Abfahrt, die uns über Scheggia nach Gubbio bringt, ist ein wunderschönes Asphaltband, das einfach nur Spaß macht. Nach der Stadt Gubbio geht es über leichte Schotterstraßen nach Passignano sul Trasimeno: Die Ankunft bei Sonnenuntergang ist pure Poesie, wenn sich die rote Sonne auf dem See spiegelt.

Kurz vor Trasimeno die große Challenge für uns: Wir fahren einen sehr steilen Abschnitt über mehrere Felsstufen hoch. Mitten drin wirft es mich um. Nur zu Dritt schaffen wir das Motorrad in der Steilheit wieder aufzurichten. Fido - unser Offroadprofi, der schon Amateurrennen bestritten hat - fährt mit meiner BMW die restlichen Meter hoch.

Die große Hitze heute (bis zu 33°) setzte uns zu, daher schmeckt das Stiefelbier heute besonders gut.

 

tolle Villen mit herrlichen Zufahrten
tolle Villen mit herrlichen Zufahrten

Tag 5 - Die Hügel der Toskana und ihre Schotterstraßen!

195km

Die Straße entlang des Trasimeno-Sees führt uns nach Badiaccia, wir sind nun in der Toskana und durchqueren die Ebene des Val di Chiana auf den kleinen Straßen, die uns nach 30 km an den Fuß der Pirme-Hügel führen.

Von hier bis Orvieto geht es auf den Hügeln des wunderschönen Val d'Orcia (UNESCO-Welterbe) immer wieder bergauf und bergab; wir kommen an charakteristischen kleinen Städten und Dörfern vorbei, die für ihre Weine und ihre Schönheit weltberühmt sind: Montepulciano, San Qurico d'Orcia, Bagno a Vignioni mit seinem Platz mit Thermalwasser sind nur einige Beispiele.

Über die typischen weißen Straßen der Toskana fahren wir nördlich am erloschenen Vulkan Monte Amiata vorbei, weiter nach Südosten und erreichen am Abend Orvieto.

 

Der kürzere Tag heute tat uns gut. Als wir in der Unterkunft ankommen fängt es an zu regnen. Glück gehabt!

 

steil geht es den Berg hoch - sieht man auf dem Foto gar nicht
steil geht es den Berg hoch - sieht man auf dem Foto gar nicht

Tag 6 - Ein Tag voller Wälder und Berge

235km

Nach dem Corbara-See beginnen die ersten Offroad-Abschnitte mit einem guten Boden, aber mit einigen Stellen im isidoähnlichen Gestein. Wir fahren durch schöne Wälder, die nie dicht sind, und Hochebenen mit sehr spaßigen und flüssigen Straßen.

Nach San Gemini ändert sich die Landschaft und das Gelände: Wir kommen in die bergigste Gegend des Tages. Auf den letzten 155 km überqueren wir einige Gipfel mit wichtigen Anstiegen und Abfahrten: Monte Birbone (1250m), Monte Metano (1100m) und Monte Peritone (1200m). Der Abstieg vom Monte Peritone führt uns direkt nach Leonessa: eine kleine Stadt am Fuße des Monte Terminillo (2200m).

Unweit von Leonessa quartieren wir uns in einem kleinen Hotel, welches auch gleichzeitig die Talstation eines Schiliftes ist, ein.

Am Abend geniessen wir ein tolles Menü.

 

durch kleinste Weiler, viele davon nahezu unbewohnt
durch kleinste Weiler, viele davon nahezu unbewohnt

Tag 7 - Abruzzen: wilde Hochebenen und schönes Meer

250km

Von Leonessa aus geht es die ersten 15 km offroad in Richtung Südosten und dann zurück auf die kurvenreiche Straße SR471, durch die Kleinstadt Posta, am Fluss Velino.

Wir fahren weiter auf belebten Sträßchen und durch kleine Dörfer, die für diese Gegend Italiens charakteristisch sind. Nach Bivio Pizzoli führt uns die Offroad-Strecke mit 12 Haarnadelkurven auf eine Hochebene auf 1200 Metern Höhe im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga.

Der Abstieg vom Monte Stabiata führt uns über Paganica, wo man noch immer die Spuren des starken Erdbebens sehen kann, das diese Region 2006 erschütterte. Über den Colle Biffone erreichen wir nach Pescomaggiore das malerische Santo Stefano di Sessanio und unmittelbar davor die Rocca Calsascio, die wir auf dem nächsten Teilstück am Rande des Dorfes Calascio bald berühren werden.


Die letzten 120 km der Etappe muss ich leider abkürzen, denn ich spüre die Strapazen der letzten Tage und will nicht im Nirgendwo an einem Berggipfel oben übermüdet stranden und nicht mehr weiterkönnen. Aus Sicherheitsgründen entscheide ich mich daher zu Mittag direkt ins Hotel in Treglio, etwas südlich von Pescara, zu fahren. 

 

Tag 8 - Heimfahrt

Um halb 6 am Morgen fahre ich los. Heute geht es auf Autobahnen über Bologna, Mailand, Chiasso und Bernhardino nach Hause. Um halb 4 bin ich nach gefahrenen 950km wieder zu Hause.

 

unsere Offroad Tour: